(vergessen?)

Rechtliche Hinweise

  1. Panoramafreiheit
  2. Kunstwerke und Objekte
  3. Hausrecht
  4. Marken und Produkte
  5. Was darf nicht fotografiert werden?
  6. Auszug von urheberrechtlich geschützten Bauwerken im Ausland
  7. Personenfotos
  8. Prominente
  9. Pornografie, Rassismus, Gewalt
  10. Redaktionelle Nutzung


1. Panoramafreiheit

§ 59 UrhG - Werke an öffentlichen Plätzen (1) Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Grafik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht. Die Panoramafreiheit erlaubt also die Außenansicht von urheberrechtlich geschützen Gebäuden, die von öffentlich zugänglichen Orten (Straße, Gehweg, freie Natur etc.) ohne Hilfsmittel (Leiter, Fernglas etc.) zugänglich sind. Die Panoramafreiheit wird in jedem Land anders gehandhabt. Fotografien, die im Ausland entstehen, unterliegen auf Grund dessen einer anderen rechtlichen Grundlage, als in Deutschland.

02. Kunstwerke und Objekte

Erlaubt sind Aufnahmen von Werken, die sich bleibend an öffentlichen Orten befinden. Hierzu zählen u.a. Statuen und Brunnen. Kunstwerke und Objekte, die nur temporär ausgestellt werden, wie z.B. die Verhüllungen von Christo dürfen nicht abgelichtet werden.

3. Hausrecht

Aufnahmen auf einem Privatgelände sind erlaubnispflichtig. Als Privatgelände zählen unter anderem auch Aufnahmen innerhalb eines Gebäudes (Stadion, öffentliche Einrichtungen, Privatgebäude usw.) Auch wird für Aufnahmen von Bahnhöfen, Zoologischen Gärten und Betriebsgeländen eine Erlaubnis benötigt. Für Innenaufnahmen muss die Zustimmung des Eigentümers für eine kommerzielle Nutzung eingeholt werden. Zudem wird das Persönlichkeitsrecht verletzt, wenn man ein Namensschild erkennen kann oder ein Kfz-Kennzeichen sichtbar ist.

4. Marken und Produkte

Markenlogos und Produktdesigns dürfen abgebildet werden, wenn sie nicht wesentlicher Bestandteil des Bildes sind und in den Hintergrund der Aufnahme treten. Sobald das Logo im Vordergrund steht oder wesentlicher Bestandteil ist, ist eine kommerzielle Nutzung ohne Property Release nicht erlaubt. Empfehlenswert ist es bei der Aufnahme darauf zu achten, dass das Logo nicht mit abgebildet wird oder bei der Bearbeitung entfernt wird. Bilder die eine Marke zeigen, für die kein Einverständnis vorliegt, können ausschließlich für redaktionelle Zwecke verwendet werden.

5. Was darf nicht fotografiert werden?

  • militärische Anlagen und Wehrmittel
  • Militärflughafen, Kasernen, Stützpunkte, Militärfahrzeuge, Waffen, Radargeräte
  • Behörden
  • Aufnahmen von Angeklagten, Aufnahmen in Gerichtsgebäuden, Amtsgebäude
  • Aufnahmen von Polizisten
  • Darstellung von Marken
  • Urheberrechtliche geschützte Gegenstände Luftaufnahmen sind in Deutschland seit mehreren Jahren wieder erlaubt, Allerdings dürfen nach § 109 g Abs. 2 des Strafgesetzbuches auch aus Luftfahrzeugen Wehrmittel sowie militärische Vorgänge, Einrichtungen und Anlagen nicht fotografiert werden. Auch Luftaufnahmen die in die geschützte Privatsphäre einer Person eindringen, sind unzulässig.

6. Auszug von urheberrechtlich geschützten Bauwerken im Ausland

  • Eiffelturm in Paris bei Nacht
  • Atomium in Brüssel
  • Chrysler Building in New York City
  • Disney Figuren und Disneyland
  • Britische Concord, Flugzeug
  • Empire State Building in New York
  • Hollywood-Zeichen in L.A.
  • London Eye, U-Bahn Schild, Piccadilly Circus
  • Louvre und Pyramide vor dem Louvre in Paris
  • Olympia (Logos, Athleten...)
  • Opernhaus in Sydney
  • Rockefeller Center in New York City
  • Universal Studios (USA)
  • Casinos in Las Vegas
  • Guggenheim Museum Bilbao
  • Swiss Re Tower
  • Grand Arche

7. Personenfotos

Sobald Personen auf Bildern zu erkennen sind, muss ein Einverständnis für die Veröffentlichung eingeholt werden. Verträge (Model-Release) stehen auf unserer Seite zum Download zur Verfügung. Wenn das Modell minderjährig ist, muss eine Einverständniserklärung beider Elternteile oder des gesetzlichen Vertreters eingeholt werden. Sobald das Modell 14 Jahre alt ist, muss auch das unterschriebene Einverständnis des Modells vorliegen.

8. Prominente

Bilder von Prominenten, Personen der Zeitgeschichte dürfen veröffentlicht werden, wenn das Bild bei einer öffentlichen Veranstaltung aufgenommen wurde. Jedoch ist die Nutzung auf redaktionelle Zwecke beschränkt. Aufnahmen von Prominenten im privaten Umfeld sind nicht erlaubt.

9. Pornografie, Rassismus, Gewalt

Aufnahmen die mit den oben genannten Punkten in Zusammenhang gebracht werden können, gewaltverherrlichend sind oder sexuell herabwürdigend dargestellt werden, sind von der Veröffentlichung auf Edith images ausgeschlossen. Dazu zählen auch beleidigende Inhalte.

10. Redaktionelle Nutzung

Bei redaktioneller Nutzung handelt es sich um die Nutzung im journalistischen Bereich. Die Aufnahme muss im Rahmen einer redaktionellen Berichterstattung genutzt werden und kann nicht für Werbeanzeigen verwertet werden. Rechtlich unterscheidet sich die redaktionelle Nutzung dadurch, dass für die Bilder kein Model-Release oder Property-Release vorliegen muss. Dieser Punkt fällt unter die Pressefreiheit. Ein redaktionelles Bild kann in Artikeln einer Zeitung oder Zeitschrift, Schul-und Sachbücher, Blogs etc. eingesetzt werden. Zu beachten ist jedoch die journalistische Sorgfaltspflicht, die unter anderem besagt, dass die wahrheitheitliche Wiedergabe an oberer Stelle steht. Fotos dürfen nicht gestellt sein oder retuschiert werden. Das bedeutet somit, dass bei den Bildern nur ein gewisses Maß an Bearbeitung gestattet ist, damit das Bild selbst nicht verändert wird. Es sollen reale Situationen dargestellt werden, die ohne Einfluss des Fotografen entstanden sind.

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